Die EU-Kommission stellt Steueroasen an den Pranger

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EU-Kommission zu Steueroasen

Die EU-Kommission veröffentlichte zudem erstmals eine Liste der Staaten außerhalb der EU, die in Steuerangelegenheiten nicht kooperieren, also den Standards of tax good governance (Transparenz, Informationsaustausch und faire Steuerpraktiken) nicht genügen. Dazu zählen in Europa Andorra, Gibraltar, Liechtenstein und Monaco sowie die Kanalinsel Guernsey. Aber auch bekannte Steuerparadiese in aller Welt wie die Bahamas, die Cayman-Inseln und die Seychellen sind darunter. Auch das zu China gehörende Hongkong wird genannt.

Jedoch hat Deutschland kein einziges Land als unkooperativ benannt. Deutschland hat einzig auf das Kriterium des Informationsaustausches abgestellt, nicht aber auf Steuertransparenz und faire Steuerpraktiken. Die zahlreichen, von Deutschalnd in den letzten Jahren abgeschlossenen Abkommen über den steuerlichen Informationsaustausch dürften dazu beigetragen haben, dass demnach aus deutscher Sicht keine unkooperativen Staaten verblieben sind. Da diese Informationsaustauschabkommen nur für die beiden beteiligten Abkommensstaaten gelten, profitieren andere EU-Mitgliedstaaten davon nicht.